Bericht April 2011
Liebe Freunde und Förderer der Peter`s Public School in Jarar/Nordindien,
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es hat sich wieder einiges getan in unserem gemeinsamen Schulprojekt. Unsere drei Praktikantinnen sind erfüllt von vielen Eindrücken von ihrem Aufenthalt in Indien zurückgekehrt und haben sich sehr positiv über die Schule geäußert. Alle drei möchten sich dort auch weiterhin engagieren. Berichte über ihren Aufenthalt in Jarar und einige neue Fotos finden sich demnächst auf unserer Homepage. Langsam wollen wir auf dem Weg, das Schulprojekt wirklich als Hilfe zur Selbsthilfe zu installieren, vorankommen. Unsere Arbeit ist von dem Bestreben getragen, uns Stück für Stück entbehrlich zu machen und das Projekt in die Hände des Schulleiters, der Lehrerschaft und der regionalen Bevölkerung zu legen. Der Schulleiter Brahm Datt Sharma hat über viele Jahre Anleitung und Unterstützung aus Deutschland erfahren, um selbständig planen und organisieren zu können sowie die notwendigen Abrechnungen zu erstellen. Er hat ein stabiles Schulgebäude nebst Einrichtung und Schulmaterialien erhalten.
Neben der Schule ist das sogenannte Little House entstanden, das Besuchern und Praktikanten Unterkunft bieten kann. Der Sohn des Schulleiters, der sich in seiner Lehrerausbildung befindet, wird zunehmend an die Aufgaben seines Vaters herangeführt, um diesen zu unterstützen und auch vertreten zu können. Im Schulalltag sind Besprechungen der Lehrer inzwischen Normalität und auch die Weiterbildung des Lehrerteams in Englisch schreitet voran. Der Arzt aus dem Nachbarort sowie der Zahnarzt setzen ihre kostenlose Untersuchung der Schüler in regelmäßigen Abständen fort.
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Einiges bleibt aber schwierig. So ist z.B. nicht zu vermeiden, dass einige kleinere Geschwister mit zur Schule kommen. In Indien ist es normal, dass die älteren die jüngeren Geschwister ständig beaufsichtigen und mitnehmen, wenn die Eltern arbeiten müssen. Die Kleinen lernen in unserer Vorschulklasse die ersten Buchstaben schreiben und rechnen. Viele Eltern verstehen nicht, dass Schuluniformen nur geliehen und nicht geschenkt sind und geben diese nicht zurück. Ähnliches passiert auch mit den Schulbüchern. Schade ist auch, dass Lehrerinnen in der Regel nur einige Zeit an der Schule unterrichten können, da sie dann verheiratet werden und meist nicht mehr arbeiten dürfen. Das führt zu einer Fluktuation innerhalb der Lehrerschaft, die von uns nicht gewollt, gegen die wir aber machtlos sind. Ein großes Problem, das leider nicht zu lösen ist, ist die hohe Inflation in Indien, die sich laut verschiedenen Quellen zwischen 8 und 10% bewegt. Überproportional explodieren die Preise für Lebensmittel, was wir bei der Schulspeisung deutlich spüren. Auch die Benzinpreise gehen stetig in die Höhe und führen zu einer starken Verteuerung des Schultransportes. Im Moment sind wir aber noch in der Lage, das Abholen der Schüler und das Bringen zur Schule zu finanzieren. Trotz aller Schwierigkeiten sind wir aber zufrieden mit dem, was bislang erreicht wurde und dankbar über Ihre Unterstützung! Allein könnten wir die Schule nicht unterhalten. Das ist nur mit Ihrer Hilfe möglich!
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Elena Erat & Sabine Westerfeld Verein zur Förderung von Schulkindern in Indien e.V. |
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