Unsere Praktikumserfahrungen in der Peter’s Public School
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„Germans need fixed time“ - etwas Undenkbares in Indien. Wir haben uns schnell an diesen kulturellen Unterschied gewöhnt, wobei man sagen muss, dass der Schulleiter Brahm Datt Sharma das deutsche Denken und Handeln auch schon etwas verinnerlicht hat, was durch das von ihm stammende Zitat verdeutlicht wird. Unser Einstieg wurde insbesondere durch unsere Vorgängerin Lucia erleichtert. Sie half uns, uns in den Schulalltag einzufinden und zeigte uns ihre bisherige Arbeit in den Englischstunden und Lehrerkonferenzen. Diese zählen zu den Aufgaben von Puneet (Sohn des Schulleiters), der in Zukunft mehr als Vize-Direktor gefördert und gefordert werden muss, um seinen Vater zu entlasten.
Der Abschied von Lucia fiel schwer, doch wir merkten schnell, dass wir immer noch in sehr guten Händen sind und man keine Angst haben muss, hier nicht aufgenommen zu werden. Dank Brahm Datt und seiner Familie lernten wir das „wahre“ Indien kennen und wurden bei der Erkundung dieser faszinierenden, aber fremden Kultur ständig begleitet. Was Lucia begonnen hatte, führten wir fort. Für uns war es besonders wichtig, die eingeführte Struktur beizubehalten. Deshalb legten wir Aufgabenlisten an, die wir dann mit Brahm Datt und Elena Erat durchsprachen. Überhaupt waren wir während unserer Zeit in Indien in ständigem intensivem Kontakt und Austausch mit Elena. Wir achteten auch darauf, dass bei der Schulspeisung „Good Food“ alles planmäßig abläuft und halfen bei der Verteilung des Essens so gut wie möglich mit. |
Zudem überarbeiteten wir gemeinsam mit den Lehrkräften die Examenspapiere und waren anwesend, als die Kinder das Examen schrieben. Nach dem Unterricht sprachen wir jeweils mit den Lehrern über unsere Beobachtungen. Des Weiteren haben wir uns auch um die Wochenlehrpläne gekümmert. Da es in Indien keine Lehrpläne in unserem Sinne gibt, sollen diese für die Lehrer eine Orientierung darstellen. Die Pläne beinhalten die Ziele des Unterrichtsstoffes, welche die Lehrer mit den Kindern bis Ende der jeweiligen Woche bearbeitet haben sollen. In Zusammenarbeit mit den Lehrern stellte dies unsere letzte Aufgabe vor Ort dar, an die aber in Zukunft angeknüpft werden sollte. Wir hoffen, dass auch wenn wir zurück in Deutschland sind, sich die Schule weiterhin selbstständig entwickelt und auf weitere Unterstützung zählen kann. Hier an der Peter's Public School hilft man nicht nur, sondern man lernt die indische Kultur aus einer ganz besonderen Sicht kennen und, wie in unserem Fall, auch lieben. Wir hoffen sehr, dass wir in naher Zukunft die Schule wieder besuchen können.
Es gibt an der Schule und am „Little House“, unserer Unterkunft direkt daneben, immer wieder einiges zu tun. Zwar hat Brahm Datt die „German time“ größtenteils übernommen, doch da wir in Indien sind, ticken die Uhren hier ein wenig anders und langsamer. „Indian time“ eben....;-). Frühjahr 2011 Ann-Sophie Schilling & Tanja Mack |