Besuch bei der Peter's School im Januar 2010
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Im Januar 2010 waren Elena Erat und ich gemeinsam in Indien und ungefähr 10 Tage in Jerar/Nordindien bei der Schule. Für mich war es dort der erste Besuch. In Indien war ich bereits gewesen, sodass mir viele Dinge nicht fremd waren. Mein erster Eindruck von der Schule und dem kleinen Gästehaus war äußerst positiv. Alles ist sehr stabil und solide gebaut. Der Platz reicht gut für die ca. 130 Kinder, die z.Z. dort unterrichtet werden. Das Gelände um das Schulgebäude herum wird im Rahmen des Umweltunterrichts sauber gehalten und fällt damit bereits positiv auf. Es gab während unseres Aufenthaltes viele Gespräche mit dem Schulleiter Brahm Datt Sharma. Ich habe ihn als aufrechten, anständigen und ehrenwerten Mann kennen und schätzen gelernt. Wir konnten uns gut auf englisch verständigen. Er kümmert sich verantwortlich vor Ort um alles und hat das ganze Schulprojekt zu seiner eigenen Sache gemacht. Da er sehr viele Aufgaben zu erfüllen hat, wird ihm in Zukunft für die Abrechnungen der Ausgaben vom Spendengeld ein indischer Buchhalter zur Seite stehen. Es gab auch die Gelegenheit, mit den Lehrern ausführlich zu sprechen. Alle sind sehr engagiert und bei der Sache. Im Moment sind es 6 Lehrer und eine Lehrerin, die die Schüler unterrichten. Die Schule beginnt jeweils mit einem Morgenappell, mit dem die zuvor herumtobenden Kinder zur Ruhe kommen sowie einem Gebet, bevor die Klassenräume aufgesucht werden. Diese Zeremonie, die sehr ernsthaft zelebriert wird, fand ich beeindruckend und die Schüler sind konzentriert dabei. Alle Lehrer sind bereit, Zeit in die eigene Weiterbildung zu investieren und nehmen drei Mal wöchentlich am Englischunterricht eines emeritierten Englischprofessors der Universität Agra teil. Unsere Anregung, die Kinder auch auf den gefährlichen Straßenverkehr vorzubereiten und zu schulen, fand breite Zustimmung seitens der Lehrkräfte und wurde sogleich in den Unterricht integriert. Auch vom Schularzt Dr. Garg, der alle 3 Monate die Schüler kostenlos untersucht, wurden wir in seiner Klinik in Bah herzlich willkommen geheißen. Er ist bereit, zusätzlich an einem Abend die Eltern unserer Schüler in Hygiene und Gesundheit zu beraten. Wir freuen uns sehr über seine Unterstützung und hoffen, dass damit zukünftig so manche Erkrankung vermieden wird. Als Rechnungsprüferin des "Verein zur Förderung von Schulkindern in Indien e.V." stelle ich fest, dass ich nach meinem Besuch bei der Schule total davon überzeugt bin, dass dieses Projekt weiterhin unterstützt und gefördert werden muss. Was ich dazu beitragen kann, werde ich gern tun. Sabine Westerfeld Freiburg im Februar 2010 |